Fokker

  • Spannweite: 2,31 m
  • Gewicht: 5,3 kg
  • Motor: 20 ccm Viertakt Magnum
  • Steuerung: Motor, Seite, Höhe und Querruder

Im März 2004 erhielt ich einen Baukasten, aus dem dieses wunderschöne Modell entspringen sollte. Da ich in meiner frühen Jugend schon viele Modelle nach Plan selbst erstellt habe, sollte es keine Schwierigkeiten geben. Nach dem auspacken und studieren des riesigen Planes, zur besseren Übersicht war er im Maßstab 1:1, habe ich dann auch irgendwie angefangen zu werkeln. Der einzige und größte Nachteil eines Baukastens, man hat einfach zu wenig Zeit.

Ich könnte jetzt Seitenweise über den Bau berichten, lasse es aber mit den Worten: Es war echt mal wieder schön ein Modell in eigener Fertigung entstehen zu sehen, und man hat es irgendwie viel viel lieber.

Aber ein paar Anmerkungen sollen mir dennoch gestattet sein. In den nächsten Bildern ist die Detailarbeit mit den Spanten, Leisten, Streben und der Beplankung erkennbar.

Obwohl es heute sicher modern ist mit Sekunden- kleber zu arbeiten, bevor- zugte ich für die meisten Klebungen den Holzleim Ponal express.

 

Damit die Balsaverkleidung sehr schön um den runden Rumpf zu kleben ist, und hohe Spannung vermieden wird, erhielt ich von einem Vereinskamerad einen guten Tip.

Einfach das Balsa ordentlich nass machen, und man sieht erstmal in welche Richtung es sich von alleine biegt. Dann habe ich das noch nasse Balsa mit Sekunden-Gel-Kleber auf die Rundung aufgesetzt. Die hohe Feuchtig- keit im Holz sorgt für ein schnelles abbinden des Sekundenklebers. Nun nur mal kurz gehalten, und fertig ist eine schöne Rundung ohne Spannung.

Laut Bauplan habe auch ich die Fläche im Ganzen aufgebaut.

Mit einem Kombi, gibt es hier auch keine Transportschwierigkeiten trotz der 2,31 m.

Eine teilbare Fläche würde entsprechend der zusätzlichen Steckung auch an Gewicht zulegen.

Für die Bespannung verwendete ich Oratex, natürlich im Fokerrot. Dies gibt dem Modell ein Aussehen wie beim Original mit Stoffbespannung, außerdem konnte ich damit positive Erfahrung sammeln. Sicher gibt es weitaus billigeres auf dem Markt, nur wenn dann noch zusätzlich Farbe und/oder 2K-Lack aufgebracht werden muß, sind da schnell bei der Größe solcher Modelle um die 400g zusätzlich drauf.

Etwas schlecht zu erkennen, aber die Ruder werden, bis auf die Querruder, mit Seilzügen angesteuert. Dies ist eine sehr leichte, präzise und Oldtimer gerechte Anlenkung. Aber man muß sich schon ordentlich Gedanken machen wie und wo die Seilzüge verlegt und durch den Rumpf gezogen werden.

Zubehör wie Schriftzüge und Kreuze, Pilot, Kanone und Räder lagen dem Baukasten nicht bei. Als Räder kommen einfache aus dem Baumarkt zum Einsatz. Bei den Händlern bezahlt man doch mehr als wenn ein Original aus dem 1. Weltkrieg erworben wird. Die Kanone ist eine Eigenkreation wobei eine Zigarrenschutzhülle zum Einsatz kam. Auch hier wollte ich nicht aufs Detail verzichten aber doch Gewicht sparen, ebenso wie beim Piloten der aus Styropor ist. Die schöne große und auch leichte Motorhaube konnte ich neben all dem benötigen Balsateilen dem Baukasten entnehmen.

Obwohl es mir doch schwer fiel, und ich ihn lieber als Schaumodell an die Decke gehängt hätte, wurde am Donnerstag den 16.09.04 der Erstflug absolviert. Der 20 ccm Viertakter brummte, und nach letzten Überprüfungen der Anlenkungen gab ich Gas und ab gings. Nach wenigen Metern hob sich das Heck und nach weiteren 6-7 m hob die Maschine ohne zu ziehen langsam ab und zog davon. Während des Fluges trimmte ich das Höhenruder leicht nach unten und der Rest passte zufriedenstellend. Auch die Landung gelang perfekt und ich war überglücklich.



Bei den nächsten Flügen, werde ich noch ausgiebig die programmierten Lande/Bremsklappenfunktion austesten und einstellen.

Letztendlich wieder ein schönes Modell was unsere Sonntags-Vereins- Flüge bereichert. Hoffentlich bleibt es mir recht lange erhalten.



Jürgen Morgner im September 2004

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